🎉 Schach im Freien 🎉

Der erste Zug ist gemacht!

Bonny die Entdeckerin des neuen Freiluftschachs
Bonnie die Entdeckerin des neuen Freiluftschachs

Manchmal beginnen die schönsten Ideen mit einem ganz gewöhnlichen Spaziergang. Eine Hündin bleibt immer wieder an derselben Stelle stehen. Dort gibt es offenbar viel zu entdecken. Ihr Herrchen schaut genauer hin – und entdeckt eine in die Jahre gekommene Freiluftschachanlage.

Aus diesem zufälligen Moment entsteht eine Idee: Warum sollte dieser Ort nicht wieder mit Leben gefüllt werden? Warum sollte hier nicht wieder Schach gespielt werden?

Der Hündin heißt Bonnie. Ihr Herrchen ist Mike Kwan, der erste Vorsitzende des Münchener Schachclubs. Aus einem Spaziergang wurde ein Vereinsprojekt – und aus einer vernachlässigten Anlage ein neuer Treffpunkt für das königliche Spiel.

Mit der Einweihung des neuen Freiluftschachs an der Ecke Rotbuchenstraße / Am Bienstock hat der Münchener Schachclub einen öffentlichen Treffpunkt geschaffen, an dem das königliche Spiel für alle erlebbar wird.

Rund 30 Schachbegeisterte bei der Eröffnung des Freiluftschachs
ca. 30 Schachbegeisterte fanden an diesem heißen Tag den Weg zum neuen Freiluftschach des Münchener Schachclubs.

Die Anlage steht Schachbegeisterten ebenso offen wie interessierten Passanten und bereichert das Schachangebot im Münchner Süden.

Wer Lust auf eine Partie unter freiem Himmel hat, ist herzlich willkommen. Da die Spielfiguren aus organisatorischen Gründen nicht dauerhaft an der Anlage verbleiben können, finden gemeinsame Spieltermine statt, wenn Mitglieder des Münchener Schachclubs vor Ort sind. Die aktuellen Termine veröffentlicht der Verein im Ticker auf seiner Website.

Im Vorfeld der Eröffnung wurde der Bereich sorgfältig vorbereitet: Das vorhandene Schachbrett wurde saniert und für die weitere Nutzung aufgewertet. Auch das Umfeld erhielt eine Pflegekur, sodass ein ansprechender neuer Treffpunkt rund um das Spielbrett entstanden ist.

Ein besonderer Tag für den Münchener Schachclub

Zahlreiche Gäste begleiteten die Vorstellung des neuen Freiluftschachs. Besonders erfreulich war die Anwesenheit von Frau Bruni Rinder, der Witwe des Schachkomponisten Gerd Rinder.

Frau Rinder bei der Eröffnung des Freiluftschachs des Münchener Schachclubs
Bruni Rinder bei der Vorstellung des neuen Freiluftschachs.
Großmeister Gawain Jones beim Spiel am Freiluftschach, neben ihm sein dreijähriger Sohn
Großmeister Gawain Jones beim Spiel am Freiluftschach – an seiner Seite seines Sohn.

Auch Großmeister Gawain Jones, der aktuell stärkste Spieler des Münchener Schachclubs, ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, das neue Freiluftschach zu testen und reiste dafür sogar aus England an.

Ebenfalls unter den Gästen war Günther Schütz, Pressewart des Schachbezirksverbandes München e. V. Vielen herzlichen Dank an alle, die dabei geholfen haben, das Event zu einem Erfolg zu machen!

Zwei Bänke erinnern an die Geschichte des Münchener Schachclubs

Im Rahmen der Eröffnung des neuen Freiluftschachs würdigt der Münchener Schachclub zwei Persönlichkeiten, die eng mit seiner Geschichte verbunden sind: Josef Lamberger und Gerd Rinder.

Josef Lamberger (1766–1842) gilt als Gründer des Münchener Schachclubs. Am 28. Dezember 1836 rief er gemeinsam mit zahlreichen Schachfreunden im Café Kastner im Heiliggeistgässchen den Verein ins Leben. Als Landrichter und leidenschaftlicher Schachbuchsammler legte er damit den Grundstein für die lange Tradition des Münchener Schachclubs.

Gerd Rinder (1935–2022) prägte den Verein viele Jahrzehnte später als erfolgreicher Schachspieler und Schachkomponist. Er wurde Deutscher Jugendmeister, mehrfacher Münchner Einzelmeister sowie Bayerischer Einzelmeister. Mit dem Münchener Schachclub 1836 e.V. gewann er vier deutsche Mannschaftsmeisterschaften in Folge (1962 bis 1965).

Die beiden gewidmeten Bänke verbinden damit die Anfänge des Vereins im 19. Jahrhundert mit seiner erfolgreichen Schachtradition im 20. Jahrhundert. Sie erinnern daran, dass der Münchener Schachclub von Persönlichkeiten geprägt wurde, die das Schachspiel in München über Generationen hinweg gefördert und weiterentwickelt haben.

Die beiden gewidmeten Bänke für Josef Lamberger und Gerd Rinder
Die gewidmeten Bänke erinnern an Josef Lamberger, den Gründer des Münchener Schachclubs, und Gerd Rinder, den erfolgreichen Schachspieler und Schachkomponisten.

Eine ausgezeichnete Komposition von Gerd Rinder

Im Anschluss wird eine ausgezeichnete Schachkomposition von Gerd Rinder vorgestellt: ein Matt in zwei Zügen (#2), das beim Informalturnier der Deutschen Schachblätter, Abteilung Zweizüger, im Jahrgang 1969/70 mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde.

Weiß – Schwarz

Impressionen von der Eröffnung